@HTAI, 07.11.2017 Stimmen zum Brexit

„Realwirtschaft sieht Brexit gelassen“ – Interview mit Dirk Mälzer

Seit 165 Jahren produziert die EppsteinFoils GmbH & Co. KG feinste technische Folien aus den Metallen Blei und Zinn sowie deren Legierungen. Vom Schraubverschluss bis zum Solarpanel – die Präzisionsfolien finden Verwendung in der Werkstoffprüfung, Medizintechnik, Elektrotechnik, Verpackungstechnik und Photovoltaik. Wir sprachen mit Dirk Mälzer, Geschäftsführer bei EppsteinFoils.

Wir sprachen mit Dirk Mälzer am Rande des Hessischen Unternehmertags © Sabrina Feige

Wir erleben die Diskussion als eher gelassen. Sie wird nicht von Dramatik bestimmt. Wobei ich da von der Realwirtschaft rede, in der Finanzwirtschaft ist das Empfinden sicher ein anderes.

DIRK MÄLZER, Geschäftsführer bei EppsteinFoils, Eppstein

Herr Mälzer, ist das Vereinigte Königreich für Sie als Unternehmen als Markt von Bedeutung?

Obwohl 80% unseres Geschäfts im Export liegen, spielt UK als Markt für uns direkt gar keine Rolle. Wir produzieren Folien als Rollenmaterial, keine Endprodukte, die beim Verbraucher landen. Somit haben wir keinen direkten Kundenkreis in UK. Für Hersteller von Konsumgütern sieht das sicherlich ganz anders aus.

Mit der Distanz, als Unternehmen nicht direkt vom Brexit betroffen zu sein, wie erleben Sie die Diskussion?

Wir erleben die Diskussion als eher gelassen. Sie wird nicht von Dramatik bestimmt. Wobei ich da von der Realwirtschaft rede, in der Finanzwirtschaft ist das Empfinden sicher ein anderes.

Gibt es im Zusammenhang mit dem Brexit Ihrerseits Wünsche an die Landesregierung? Seien es mehr Informationen, Austausch oder Veranstaltungen?

Auch wenn wir nicht die Interessenszielgruppe sind, die direkt betroffen ist, wären mehr Informationen wünschenswert. Ich meine damit insbesondere handfeste Hintergrundinformationen. Etwa ein Drehbuch dessen, was nun im Brexit-Ablauf als Nächstes passiert. Oder auch eine Spezifizierung von grundsätzlichen Begriffen: weicher Brexit vs. harter Brexit – was bedeutet das jeweils in seiner Tragweite?

Herr Mälzer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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